Paris - Foto: Andrea Jaeckel-Dobschat

Französisch als zweite Verkehrssprache im Saarland?

Viele werden sich jetzt vielleicht fragen: Bitte was?! Was soll das denn? Ihr lest richtig. Denn nach Vorstellung der saarländischen Landesregierung soll Französisch bis 2043 im Saarland zur zweiten Verkehrssprache werden. Dazu gehört unter anderem auch der Sprachunterricht bereits ab Kita und Grundschule.

Klingt erstmal alles interessant und ich musste überlegen, in welcher Klassenstufe ich mit der Französischen Sprache in Berührung gekommen bin. Es war die 5te Klasse in der Realschule und ich muss ehrlich zugeben, dass ich zwar nie geglänzt habe mit meinen Sprachkenntnissen, aber es immer irgendwie gereicht hat, um sich mit Händen und Füßen verständigen zu können. Mein Abitur ist jetzt über 15 Jahre her und meine Französisch-Kenntnisse sind nicht mehr der Rede wert. Oder besser gesagt: Es ist fast nichts mehr davon übrig. Ich war in den letzten Jahren mehrmals in Paris unterwegs, wo man mit Deutsch ja nicht wirklich weiterkommt, also musste es mit Englisch gehen und das ging gerade so durch.

Aus diesem Grund finde ich die Idee mit der Frankreichstrategie ansich gar nicht so schlecht, denn ich würde mein Französisch gerne mal wieder auffrischen oder auch ein paar Wochen oder Monate nach Frankreich fahren. Das wäre wie ein Sprung ins kalte Wasser, aber wenn man reden muss, dann klappt das auch. Und mir persönlich reicht es auch nicht, dass ab und zu mal ein paar Durchsagen in Französischer Sprache in der Saarbahn zu hören sind. Es gehört mittlerweile dazu und ich denke, man sollte sich von der Formulierung „zweite Verkehrssprache“ nicht verwirren lassen.

Die Piratenfraktion hat vor kurzem zu den “Eckpunkten einer Frankreichstrategie für das Saarland” eine Online-Umfrage durchgeführt und neben der persönlichen Meinung zur Einführung der Französischen Sprache als zweite Verkehrssprache wollten die Piraten wissen, ob sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Umsetzung der Frankreichstrategie vorstellen können, wie sie dazu stehen oder wie sie sich zeitgemäße Austauschprogramme vorstellen.

Die Ergebnisse dieser Online-Umfrage, die 2 Tage lang lief, wurden heute veröffentlicht. Das Ergebnis wundert mich nicht und es zeigt ganz genau, wo man nun anpacken muss.

Weitere Informationen:

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