Date mit dem Bischof- 2014 - Foto: Andrea Jaeckel-Dobschat

Das Date mit Bischof Ackermann – Katholische Kirche und Homosexualität

Es ist schon ein paar Tage her, aber kürzlich wurde das Video online gestellt: Am 16. Juli 2014 fand in Saarbrücken das „Date mit dem Bischof“ statt und auch wenn der Titel dieser Veranstaltung ziemlich locker klingt, hatte das Ganze einen sehr ernsten Hintergrund. Denn erstmals hat sich ein katholischer Bischof öffentlich mit Schwulen und Lesben getroffen. Der LSVD Saar e.V. hatte es geschafft, den Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann einzuladen, um in einem eher lockeren Rahmen über Liebe & Sexualität zu reden.

Untermalt und etwas aufgelockert wurden die Diskussionen von einer jungen Sängerin, bei deren Lieder jeder mal ein wenig abschalten und/oder nachdenken konnte. Bischof Dr. Stephan Ackermann bezog Stellung zum Umgang der Katholischen Kirche mit Homosexualität, zum Arbeitsrecht und zu Regenbogenfamilien.Markus Hansen - Date mit dem Bischof - Foto: Andrea Jaeckel-Dobschat Und auch Experten wie z.B. Hasso Müller-Kittnau und andere Zuschauer kamen zu live Wort. Mit Hilfe einiger Einspieler kamen auch Menschen aus der Community zu Wort – so z.B. auch Markus Hansen, dessen Einspieler ein paar Wochen vorher nach einer Podiumsdiskussion zum Thema Kirche und Homosexualität aufgezeichnet wurde. So war er zumindest auf der großen Leinwand zu sehen, wenn er schon nicht persönlich teilnehmen konnte.

Ich gehe davon aus, dass es nicht die letzte Veranstaltung dieser Art war, die der LSVD Saar e.V. organisiert hat, denn es besteht noch eine Menge Diskussionsbedarf. So bleibt noch ein Appell an den Bischof, der anständig verbreitet werden soll:

Saarbrücker Appell an Bischof Dr. Ackermann

Wir appellieren an den Bischof von Trier, Herrn Dr. Stephan Ackermann, öffentlich zu erklären, dass in seinem Bistum Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Katholischen Kirche wegen Eingehung einer Eingetragenen Partnerschaft nicht länger eine Kündigung ihres Arbeitsverhältnisses befürchten müssen. Dies muss in jedem Fall für Beschäftigte in Krankenhäusern, Kindergärten, Bildungseinrichtungen, also in nicht verkündenden Berufen, gelten.

Wir appellieren  an Bischof Dr. Ackermann, sich für die Aufhebung des Beschlusses des Ständigen Rates der Deutschen Bischofkonferenz vom 24. Juni 2002 einzusetzen, wonach die Gründung einer Eingetragenen Lebenspartnerschaft ein „schwerwiegender Loyalitätsverstoß“ ist und Rechtsfolgen (Entlassung) nach sich zieht.

Die Begründung könnt Ihr auf der Homepage des LSVD Saar e.V. nachlesen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.