Zum Start von Kunstgebiet.Ruhr

KGR_LOGO_bunt_RGBSeit dem 04.12.2014 können sich alle Kunst-Interessierten im Ruhrgebiet – oder auch welche, die sich für die Kunst im Ruhrgebiet interessieren – auf einer Homepage informieren. Der digitale Kunstführer Kunstgebiet.Ruhr wurde im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt und bietet die erste digitale Gesamtübersicht über die Kunstszene im Ruhrgebiet. Ich komme zwar nicht aus dem Ruhrgebiet, aber mich persönlich hat es interessiert, was man in dem Bereich alles so tun bzw. ins Leben rufen kann. Denn auch im Saarland gibt es eine vielseitige Kunstszene mit Museen, Kunstwerken und Veranstaltungen. Ausserdem wird Kunstgebiet.Ruhr von der RAG-Stiftung gefördert, die nicht nur im Ruhrgebiet, sondern auch im Saarland ab 2019 die sogenannten Ewigkeitslasten des deutschen Steinkohlebergbaus dauerhaft finanziert.

Also nahm ich an der Pressekonferenz teil, die am Donnerstag, den 04.12.2014 im Museum Folkwang in Essen stattfand. Auf dem Podium saßen Herr Dr. Werner Müller (Vorstandsvorsitzender der RAG-Stiftung), Frau Bärbel Bergerhoff-Wodopia (Vorstandsmitglied der RAG-Stiftung), Herr Olaf Fuldner (Geschäftsführer der at digital gmbh), Herr Uwe Rüth (ehemaliger Direktor des Skulpturenmuseums Glaskasten Marl und Kurator des WaldSkulpturenWegs Wittgenstein) und Herr Stuart Nicol, der zeitgleich zur Onlineschaltung von Kunstgebiet.Ruhr seine Tour auf der Route53 im Essener Museum Folkwang beendete.

Nicol bereiste in 53 Tagen 53 Ruhrgebietsstädte und beschäftigte sich mit Kunst, Kultur und den Menschen der Region. Diese Aktion sollte auf das Projekt Kunstgebiet.Ruhr aufmerksam machen, was bestens gelang, da die sogenannte „Route53“ im Social Web kräftig beworben wurde. Erwähnenswert ist übrigens, dass er zu Fuß unterwegs war, denn nur so könne man laut Olaf Fuldner von der at digital gmbh Kunst am Besten erleben.

Die Moderation der Pressekonferenz übernahm Frau Sabrina Manz, Kommunikationsleiterin der RAG-Stiftung und natürlich kam auch Dr. Tobias Bezzola, Direktor des Museum Folkwang, zu Wort.

So viel zu den Teilnehmern der Pressekonferenz, aber eigentlich geht es heute doch vor allem um die Website Kunstgebiet.Ruhr.

Ich gebe zu, ich bekomme eine Gänsehaut, wenn ich an die typischen Kunstführer denke, die teilweise heute noch gedruckt werden. Viele sind altbacken, eher langweilig und nur eine kurze Zeit aktuell, weil sie eben auf Papier gedruckt wurden. Die Kulturszene ist aber immer im Wandel, es gibt ständig etwas Neues zu entdecken und es finden immer wieder spannende Veranstaltungen statt. Hier fehlt es so oft an Informationsportalen, die Kunst- und Kulturinteressierte mit den nötigen Informationen versorgen – und dies sollte übersichtlich und zugleich vielfältig geschehen. Und genau so ein Informationsportal ist Kunstgebiet.ruhr, der erste digitale Kunstführer für das Ruhrgebiet. Hier wird man nicht mit trockenen Informationen erschlagen, sondern man erhält eine Gesamtübersicht der Kunstszene des Ruhrgebiets. Entwickelt wurde die Website von der at digital gmbh, welche sich mit der Entwicklung, Gestaltung, Programmierung und dem Betrieb digitaler Medien und Kommunikationsplattformen sowie Social Media-Strategien, mobile- und Content-Marketing befasst.

Die Pressekonferenz hat mir persönlich gut gefallen, Olaf Fuldner hatte den Bärenanteil der Redezeit und führte uns so gut durch die Inhalte der Website, dass am Ende keine Fragen mehr offen waren. Sehr schön war auch das Zitat aus dem Songtext von Grönemeyers „Bochum“, in dem es an einer Stelle heisst „Du bist einfach zu bescheiden“. Und bescheiden muss man hier wirklich nicht sein. Ich war früher oft im Ruhrgebiet unterwegs und habe leider im Kunstbereich nicht viel besichtigen können, aber dank des Kunstführers wurde mir schnell klar, wie viel es dort zu entdecken gibt und wie viel ich eigentlich verpasst habe. Und es ist alles mit wenigen Klicks erreichbar auf der Seite. Von Terminhinweisen (inkl. einer Übersicht, über die man schnell checken kann, welche Ausstellungen demnächst schließen) über ausgearbeitete Kunstrouten für jung und alt, Ausflüge in die Kunsthistorik bis hin zu einem Schwarzen Brett für Künstler. Ein „rundum glücklich“-Paket für Künstler, Kunstinteressierte und solche, die es werden wollen. Und das alles im „Hosentaschenformat“ zum Mitnehmen, „immer dabei haben“ oder auch zum gemütlichen Stöbern zu Hause auf dem Sofa, da die Site natürlich für alle Geräte vom Smartphone bis zum Desktop-Rechner geeignet ist.

Jetzt fehlt so etwas eigentlich nur noch im Saarland, wo es neben Kohle auch im Kunstbereich sehr viel zu entdecken gibt. Bei mir ist es meist so, dass ich an Lichtkunst-Projekten wie z.B. dem beleuchteten Heizkraftwerk Römerbrücke oder dem Schloss vorbeifahren muss, um überhaupt mitzubekommen, dass da etwas getan wurde. Ich bin der Meinung, dass man dem Bürger im Saarland gerade bzgl. dem Millionengrab 4. Museumspavillon endlich etwas bieten muss, das auch wirklich einen Sinn hat – es wurde da genug versaut und man ist es den Bürgern nun schuldig, z.B. diesen Betonklotz nicht mehr nur als Millionengrab bekannt zu machen, damit möglichst viele Menschen sich die Kunst darin anschauen (sofern der Bau denn mal eröffnet wird). Viel zu oft verpasse ich Ausstellungen, weil die Informationen überall verstreut und nicht zentral auf einer Seite zu finden sind. Es gibt im Kunstbereich noch so viel zu tun – Kunstgebiet.Ruhr zeigt, wie man es regional richtig macht.

Kunstgebiet.Ruhr im Social Web:

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